Dienstag, 20. Dezember 2016

Allied: Vertraute Fremde

Allied von Robert Zemeckis
Der Film ist zwei Stunden lang und ist auf einer einzigen Idee bzw. auf einem Plotpoint aufgebaut. Dieser Plotpoint passiert in Minute 60. D.h. die erste Stunde ist komplett langweilig. Die Charaktere sind schlecht gezeichnet, die Schauspieler sind grauenhaft, besonders Brad Pitt. Er spielt total unbeteiligt und emotionslos. Es wirkt alles sehr künstlich und blutleer. Er sieht aus als wäre er 30 Jahre alt, die Klamotten der Schauspieler sehen aus, wie aus einem Modekatalog. Die Regie ist grauenhaft, frei von Inspiration, Ideen, Imagination usw. Man hat das Gefühl, der Regisseur hat sein ganzes Leben lang schlechte Soaps gedreht. Der Film ist nicht nur unrealistisch, zwei Leute erschießen locker 20 Nazis und flüchten. Das sieht auch noch altbacken und lahm aus. Die Liebesgeschichte funktioniert gar nicht. Die Dialoge sind lahm und belanglos. Die Marion Cottilard sieht ganz gut aus, und sie bemüht sich im Gegensatz zu Brad Pitt, ihre Rolle - wahrscheinlich auch schon im Drehbuch - bleibt leider eindimensional und lahm. Als bei Minute 60 der Plotpoint passsiert kommt ein wenig dramaturgische Spannung auf. Aber das rettet den Film nicht. Das Ende ist dann wieder lahm und wie aus einer schlechten Telenovela.

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