Dienstag, 12. Dezember 2017
Star Wars - Die letzten Jedi
Der Film startet Weihnachten weltweit in den Kinos und wird voraussichtlich viele Rekorde brechen. Die Macher haben sich viel Mühe gegeben Elemente und Charaktere aus den ersten Krieg der Sterne Filmen mit neuen, zeitgemäßen Elementen und Charakteren zu verbinden. Das funktioniert oft erstaunlich gut und oft gar nicht. Das Drehbuch und die Regie dieser Episode lag in den Händen von Rian Johnson, der als kleiner Independent Filmer angefangen hat und nun mit Star Wars - Die letzten Jedi in den Filmolymp aufgestiegen ist. Der Regisseur versteht sein Handwerk und hat sich extrem lange und intensiv mit dem Star Wars Universum und den Charakteren auseinandergesetzt. Der Film knüpft direkt an Star Wars - Das Erwachen der Macht an, jedoch setzt der Regisseur andere erzählerische Prioritäten. Es gibt viele Handlungsstränge, die mal mehr und mal weniger gut funktionieren. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg gut. Mark Hamill in der Rolle des Luke Skywalkers sticht hier besonders hervor und auch Adam Driver überzeugt als Kylo Ren. Mit einer Länge vom 2h 32min ist der Film leider viel zu lange, man hätte ihn locker um 10 Minuten kürzen können. Aber im Großen und Ganzen ist der Film unterhaltsam und sehenswert.
Samstag, 29. Juli 2017
Dunkirk von Christopher Nolan
Der Film
erzählt von der Evakuierung von 400.000 alliierten Soldaten aus Dünkirchen. Es
gibt drei Handlungsstränge: In der Luft, auf dem Land und auf dem Wasser. Am
Anfang sehen wir einen kleinen Soldatentrupp, sie geraten unter Feuer, ein
Soldat überlebt, dem folgen wir dann zum Strand, wo die anderen Ereignisse
passieren. Der Regisseur verzichtet ganz auf Charakterzeichnung, deshalb
bleiben fast alle Soldaten einem fremd und emotional indifferent.
Am Anfang entwickelt
der Film mit Hilfe einer guten Montage und guter Musik einen Sog und er zieht
den Zuschauer in die Evakuierung bzw. in die Ereignisse hinein. Aber nach ein
paar Minuten lässt die Sogwirkung nach. Denn der Film erzählt keine spannende
oder außergewöhnliche Geschichte.
Alles was der Regisseur zeigt und erzählt hat
man in anderen Filmen besser gesehen. Durch den Verzicht Charaktere zu bauen
entsteht keine emotionale Ebene zu den Soldaten. Die Luftschlacht ist zwar ganz
gut inszeniert, aber das hat Michael Bay in Pearl Harbour viel besser,
packender und spannender gezeigt. Und wenn schon zwei Nazi Flieger da am Strand
die Soldaten angreifen, dann würden sie doch der Zentrale sofort melden, dass
400.000 Soldaten am Strand sind und man eine Armada von Flugzeugen schicken
sollte.
Aber die Luftschlacht beschränkt sich auf 2 oder 3 deutsche und 3
englische Flugzeuge. Unglaubwürdig. Und schon gar nicht episch. Schießereien
und Bombenangriffe hat Spielberg in ´Der Soldat James Ryan´ besser und
schockierender gezeigt. Nolan verzichtet auf Bluteffekte. Ein Kriegsfilm ohne Blut und Wunden. Der Handlungsstrang auf dem kleinen Boot ist auch nicht so
spannend. Und dass dieser Cillian Murphy traumatisiert ist und dieser Junge da
umkommt ist hohl. Und auch nicht grade episch..... Dass dieser junge Soldat vom
Anfang des Films irgendwann mit diesem Trupp in diesem Boot sitzt auf auf sie
geschossen wird ist auch irgendwie hohl. Warum haben sie keine Wache oben
aufgestellt, dann gebe es keine Überraschungen. Dann wird ein Rotkreuz Schiff
von einem Torpedo getroffen. Aber da wir keine emotionale Bindung zu den
Soldaten haben, schaut man dem Treiben da einfach so zu. (Michael Bay hat auch
so einen Torpedoangriff besser gezeigt).
Die Kamera ist für mein Gefühl zu statisch. Man ist mittlerweile Handkamera gewöhnt. Hier ist alles old shool. Es gibt lange Kamerafahrten am Strand. Die Kamera ist immer fest montiert, wackelt nie, obwohl alles drum herum explodiert. Die haben ja ca. 60 oder 70 % auf dem IMAX Format mit den IMAX Kameras gedreht. Also in der heutigen Vorführung haben ich das nicht bemerkt, es sah wie normal 35 mm auf. Die Musik hat die ganze Zeit gespielt und irgendwann genervt.
Die Kamera ist für mein Gefühl zu statisch. Man ist mittlerweile Handkamera gewöhnt. Hier ist alles old shool. Es gibt lange Kamerafahrten am Strand. Die Kamera ist immer fest montiert, wackelt nie, obwohl alles drum herum explodiert. Die haben ja ca. 60 oder 70 % auf dem IMAX Format mit den IMAX Kameras gedreht. Also in der heutigen Vorführung haben ich das nicht bemerkt, es sah wie normal 35 mm auf. Die Musik hat die ganze Zeit gespielt und irgendwann genervt.
Auch die paar Schauspieler die ihren Text
aufsagen wie Kenneth Branagh bleiben ziemlich blass. Ich frage mich warum der
Regisseur diesen Film gemacht hat bzw. warum ihm keine kreativen, originellen
Sachen/Geschichten eingefallen sind. Die Stärke von Nolan ist ja interessante,
außergewöhnliche Welten zu bauen. So wie in Inception und auch in Batman. Aber
hier gibt keine eigene Welt, keine interessanten Charaktere, keine interessante
oder spannende Geschichte. Ich finde auch nichts episches an dem Film. Also
bitte...ein Strand, ein kleines Boot und drei, vier kleine Kampfflugzeuge
machen noch keinen epischen Film. Es fehlen Gefühle, große, starke Charaktere,
große Schlachten.
Alien: Covenant von Ridley Scott
Der Regisseur Ridley Scott ist wieder mit den Aliens unterwegs. Der erste Alien Film wurde 1978 gedreht und definierte das Science-Fiction Genre neu. Der Film wurde ein Klassiker. Wenn man ihn heute schaut, dann ist man nach wie vor von der Story, den Charakteren, den Special Effekten und dem Production Design beeindruckt.
Über die Jahre folgten vielen Fortsetzungen, manche gelungen, wie ALIENS von James Cameron, die meisten aber leider missraten. Im Jahre 2012 kehrte Ridley Scott wieder als Regisseur zur Alien Saga zurück und übernahm die Regie bei dem Film Prometheus, der durch seine visuelle Kraft bestach, jedoch von der Story und den Charakteren hinter den Erwartungen zurück blieb. Trotzdem war der Film ein finanzieller Erfolg und eine Fortsetzung wurde sofort in Angriff genommen.
Alien: Covenant fängt wie fast jeder Alien Film mit dem Flug eines Raumgleiters zu einer fernen Galaxie an. Der Raumgleiter fängt eine menschliche Botschaft von einem fremden Planeten ab. Daraufhin beschließt der Kapitän dem fremden Planeten einen Besuch abzustatten. Da der Zuschauer mit den Alien-Filmen vertraut ist, weiß er, dass es keine gute Idee ist. Denn was dann folgt ist eine erneute Konfrontation mit den Aliens.
Auch Alien:Covenant sieht wieder sehr gut aus. Ridley Scott ist ein viseueller Regisseur, das zeigt er in fast jedem Film. Das Problem des Films ist, dass er nichts neues und nicht originelles zeigt. Man hat das Gefühl die Story und alle Handlungsstränge so oder so ähnlich in einem anderen Alien oder einem anderen Science Fiction Film gesehen zu haben. Auch die Charaktere sind nicht originell oder besonders aufregend. Die SFX und die VFX- Effekte sind gut, jedoch nicht bahnbrechend oder überwältigend. Von Ridley Scott erwartet man etwas Außergewöhnliches. Der Film ist sehr voraussehbar, bedient eine Erwartungshaltung und bleibt hinter anderen Fortsetzungen zurück.
Über die Jahre folgten vielen Fortsetzungen, manche gelungen, wie ALIENS von James Cameron, die meisten aber leider missraten. Im Jahre 2012 kehrte Ridley Scott wieder als Regisseur zur Alien Saga zurück und übernahm die Regie bei dem Film Prometheus, der durch seine visuelle Kraft bestach, jedoch von der Story und den Charakteren hinter den Erwartungen zurück blieb. Trotzdem war der Film ein finanzieller Erfolg und eine Fortsetzung wurde sofort in Angriff genommen.
Alien: Covenant fängt wie fast jeder Alien Film mit dem Flug eines Raumgleiters zu einer fernen Galaxie an. Der Raumgleiter fängt eine menschliche Botschaft von einem fremden Planeten ab. Daraufhin beschließt der Kapitän dem fremden Planeten einen Besuch abzustatten. Da der Zuschauer mit den Alien-Filmen vertraut ist, weiß er, dass es keine gute Idee ist. Denn was dann folgt ist eine erneute Konfrontation mit den Aliens.
Auch Alien:Covenant sieht wieder sehr gut aus. Ridley Scott ist ein viseueller Regisseur, das zeigt er in fast jedem Film. Das Problem des Films ist, dass er nichts neues und nicht originelles zeigt. Man hat das Gefühl die Story und alle Handlungsstränge so oder so ähnlich in einem anderen Alien oder einem anderen Science Fiction Film gesehen zu haben. Auch die Charaktere sind nicht originell oder besonders aufregend. Die SFX und die VFX- Effekte sind gut, jedoch nicht bahnbrechend oder überwältigend. Von Ridley Scott erwartet man etwas Außergewöhnliches. Der Film ist sehr voraussehbar, bedient eine Erwartungshaltung und bleibt hinter anderen Fortsetzungen zurück.
Sonntag, 19. Februar 2017
Patriots Day von Peter Berg.
Der Film thematisiert den Bombenanschlag auf den Boston Marathon im Jahre 2013, bei dem drei Menschen getötet und 246 verletzt wurden. Der Film vermischt Spielszenen mit tatsächlichen Dokumentaraufnahmen. Die Macher des Films bemühen sich allen Beteiligten gerecht zu werden. So werden am Anfang des Films viele Charaktere, die im Verlauf des Films und des Bombenattentats eine Rolle spielen werden, vorgestellt. Auch die beiden Bombenattentäter kriegen eine kurze Charakterbeschreibung. Dabei orientieren sich die Macher an realen, leben Personen. Diese Charaktereinführung ist leider ein wenig zu lang geraten und macht es dem Zuschauer schwer in den Film einzusteigen. Mit dem Aufbau der Marathonstrecke beginnt der Film spannend zu werden. Obwohl man weiß was passiert, schafft es der Regisseur langsam die Spannung aufzubauen, die mit den beiden Explosionen einen Höhepunkt findet. Anschließend wird der im Film der Film rasant und packend. Dem Regisseur gelingt es eine beängstigende und spannende Atmosphäre zu erzeugen. Dabei bedient er sich einer unruhigen Handkamera und einer treibenden Musik. Die Kamera zeigt den Bombenanschlag und die Folgen in harten und stellenweise brutalen Aufnahmen. Man sieht Blut, und abgetrennte Gliedmaße.
Als Protagonisten wählten die Macher des Films einen fiktiven Polizisten, der von Mark Wahlberg überzeugend dargestellt wird. Obwohl Mark Wahlberg nicht grade ein wandlungsfähiger Schauspieler ist, macht er seine Sache hier gut. Man glaubt ihm den vorlauten, einfachen Polizisten, der sich plötzlich im Auge des Sturms wiederfindet.
Die Jagd nach den beiden Tätern des Bombenanschlags nimmt einen großen Teil des Films ein. Dieses Jagd wird dramatisch und detailliert dargestellt. Wir sehen minutenlange Schießereien, Explosionen und Verfolgungsjagden. Hier findet der Regisseur leider keine gute Balance, diese Szenen sehen sehr reißerisch aus und erinnern an Hollywood Actionfilme. An dieser Stelle wäre weniger mehr gewesen.
Am Endes des Films werden die realen Charaktere in Interviews gezeigt. Sie erzählen in die Kamera, wie das Bombenattentat ihr Leben verändert hat. Der Unterton bleibt jedoch immer gleich. Patriotismus und das Zusammengehörigkeitsgefühl steht über allem. Viele Zuschauer werden diese Szenen als übertriebenen US Patriotismus empfinden, andere werden die emotionale Tragweite der Charaktere und ihren Lebenswillen nachempfinden können.
Der Film thematisiert den Bombenanschlag auf den Boston Marathon im Jahre 2013, bei dem drei Menschen getötet und 246 verletzt wurden. Der Film vermischt Spielszenen mit tatsächlichen Dokumentaraufnahmen. Die Macher des Films bemühen sich allen Beteiligten gerecht zu werden. So werden am Anfang des Films viele Charaktere, die im Verlauf des Films und des Bombenattentats eine Rolle spielen werden, vorgestellt. Auch die beiden Bombenattentäter kriegen eine kurze Charakterbeschreibung. Dabei orientieren sich die Macher an realen, leben Personen. Diese Charaktereinführung ist leider ein wenig zu lang geraten und macht es dem Zuschauer schwer in den Film einzusteigen. Mit dem Aufbau der Marathonstrecke beginnt der Film spannend zu werden. Obwohl man weiß was passiert, schafft es der Regisseur langsam die Spannung aufzubauen, die mit den beiden Explosionen einen Höhepunkt findet. Anschließend wird der im Film der Film rasant und packend. Dem Regisseur gelingt es eine beängstigende und spannende Atmosphäre zu erzeugen. Dabei bedient er sich einer unruhigen Handkamera und einer treibenden Musik. Die Kamera zeigt den Bombenanschlag und die Folgen in harten und stellenweise brutalen Aufnahmen. Man sieht Blut, und abgetrennte Gliedmaße.
Als Protagonisten wählten die Macher des Films einen fiktiven Polizisten, der von Mark Wahlberg überzeugend dargestellt wird. Obwohl Mark Wahlberg nicht grade ein wandlungsfähiger Schauspieler ist, macht er seine Sache hier gut. Man glaubt ihm den vorlauten, einfachen Polizisten, der sich plötzlich im Auge des Sturms wiederfindet.
Die Jagd nach den beiden Tätern des Bombenanschlags nimmt einen großen Teil des Films ein. Dieses Jagd wird dramatisch und detailliert dargestellt. Wir sehen minutenlange Schießereien, Explosionen und Verfolgungsjagden. Hier findet der Regisseur leider keine gute Balance, diese Szenen sehen sehr reißerisch aus und erinnern an Hollywood Actionfilme. An dieser Stelle wäre weniger mehr gewesen.
Am Endes des Films werden die realen Charaktere in Interviews gezeigt. Sie erzählen in die Kamera, wie das Bombenattentat ihr Leben verändert hat. Der Unterton bleibt jedoch immer gleich. Patriotismus und das Zusammengehörigkeitsgefühl steht über allem. Viele Zuschauer werden diese Szenen als übertriebenen US Patriotismus empfinden, andere werden die emotionale Tragweite der Charaktere und ihren Lebenswillen nachempfinden können.
Hacksaw Ridge
Hacksaw Ridge von Mel Gibson.
Der Film erzählt die wahre Geschichte eines Sanitäters, der im zweiten Weltkrieg fünfundsiebzig Soldaten das Leben gerettet hat. Was die Geschichte besonders macht, ist die Tatsache, dass der Retter während des ganzen Krieges keine Waffe angefasst, geschweige denn einen Schuss abgefeuert hat. Klingt unwahrscheinlich, ist aber wahr. Der Sanitäter Desmond Doss hat sich nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbour freiwillig zur Armee gemeldet. Er wollte seinem Land dienen, aber nur als Sanitäter ohne eine Waffe anzufassen. Die Armee wusste wahrscheinlich nicht genau worauf sie sich da einließ, aber da im Krieg viele junge Männer gebraucht wurden, hat man bei Desmond Doss wohl nicht genau hingeschaut oder hingehört.
Der Film beginnt mit einer Charakterzeichnung des Hauptdarstellers Desmond Doss, hervorragend gespielt von Andrew Garfield, den wir aus ´The Social Network´ und ´Spiderman´ kennen. Wir sehen in kurzen Szenen das einfache Leben der Familie auf einer Farm, den trinkenden und gewalttätigen Vater und die leidende Mutter. Vielleicht liegen diese Szenen nah an der Wahrheit, jedoch wirken sie im Film sehr klischeehaft. Man hat solche Szenen schon in unzähligen anderen Filmen gesehen. Genauso wie die folgende Szenen: Der junge Desmond Doss verliebt sich in eine Krankenschwester, dann meldet er sich freiwillig zur Armee, die Krankenschwester schenkt ihm zum Abschied eine Bibel mit einem Foto von sich. Auch hier liegt man wohl sehr nah an der Wahrheit, leider wirken diese Szenen so, als hätte die US Armee den Film produziert.
Es folgen Kasernen und Grundausbildugsszenen des Hauptdarstellers mit allen dazugehörigen Schikanen, Hänseleien und Anfeindungen seiner Vorgesetzten und Kameraden. Auch solche Szenen kennt man aus anderen Filmen.
Im letzten Akt des Films wird der Krieg in aller seiner Härte und Brutalität gezeigt. Wir sehen extrem blutige Gefechte, in denen die Soldaten im Sekundentakt erschossen werden. Man sieht Kopfschüsse, explodierende Granaten, die die Soldaten auseinanderreißen, herausquellende Gedärme, verbrennende Soldaten und so weiter. Der Regisseur traf die Entscheidung die Kampfszenen in aller Brutalität zu zeigen. So wie Steven Spielberg es auch in ´Saving Private Ryan´ getan hat. Das war aber vor neunzehn Jahren, damals wirkten diese Szenen dokumentarisch, brutal und technisch innovativ. Die Kampfszenen hier wirken nur brutal. Trotzdem verfehlen sie ihre Wirkung nicht. Der Zuschauer erlebt den Horror und Wahnsinn des Krieges an vorderster Front. In diesem Gemetzel kann sich der Hauptdarsteller endlich beweisen. Er rettet 75 GIS das Leben. Das wirkt sehr heroisch, Mel Gibson stilisiert diese Rettungsszenen als eine Art göttliche Mission.
Am Ende des Films sieht man in Dokumentaraufnahmen den echten Desomd Doss. Er kriegt die höchste Auszeichnung vom Präsidenten der Vereinigten Staaten und er erzählt in kurzen Passagen, wie er immer wieder zu Gott gebetet hat ihm die Kraft zu geben seine verletzen Kameraden zu retten. Dann kommen die geretteten Kameraden zu Wort. Das ist natürlich hochemotional und sehr berührend.
Der Film erzählt die wahre Geschichte eines Sanitäters, der im zweiten Weltkrieg fünfundsiebzig Soldaten das Leben gerettet hat. Was die Geschichte besonders macht, ist die Tatsache, dass der Retter während des ganzen Krieges keine Waffe angefasst, geschweige denn einen Schuss abgefeuert hat. Klingt unwahrscheinlich, ist aber wahr. Der Sanitäter Desmond Doss hat sich nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbour freiwillig zur Armee gemeldet. Er wollte seinem Land dienen, aber nur als Sanitäter ohne eine Waffe anzufassen. Die Armee wusste wahrscheinlich nicht genau worauf sie sich da einließ, aber da im Krieg viele junge Männer gebraucht wurden, hat man bei Desmond Doss wohl nicht genau hingeschaut oder hingehört.
Der Film beginnt mit einer Charakterzeichnung des Hauptdarstellers Desmond Doss, hervorragend gespielt von Andrew Garfield, den wir aus ´The Social Network´ und ´Spiderman´ kennen. Wir sehen in kurzen Szenen das einfache Leben der Familie auf einer Farm, den trinkenden und gewalttätigen Vater und die leidende Mutter. Vielleicht liegen diese Szenen nah an der Wahrheit, jedoch wirken sie im Film sehr klischeehaft. Man hat solche Szenen schon in unzähligen anderen Filmen gesehen. Genauso wie die folgende Szenen: Der junge Desmond Doss verliebt sich in eine Krankenschwester, dann meldet er sich freiwillig zur Armee, die Krankenschwester schenkt ihm zum Abschied eine Bibel mit einem Foto von sich. Auch hier liegt man wohl sehr nah an der Wahrheit, leider wirken diese Szenen so, als hätte die US Armee den Film produziert.
Es folgen Kasernen und Grundausbildugsszenen des Hauptdarstellers mit allen dazugehörigen Schikanen, Hänseleien und Anfeindungen seiner Vorgesetzten und Kameraden. Auch solche Szenen kennt man aus anderen Filmen.
Im letzten Akt des Films wird der Krieg in aller seiner Härte und Brutalität gezeigt. Wir sehen extrem blutige Gefechte, in denen die Soldaten im Sekundentakt erschossen werden. Man sieht Kopfschüsse, explodierende Granaten, die die Soldaten auseinanderreißen, herausquellende Gedärme, verbrennende Soldaten und so weiter. Der Regisseur traf die Entscheidung die Kampfszenen in aller Brutalität zu zeigen. So wie Steven Spielberg es auch in ´Saving Private Ryan´ getan hat. Das war aber vor neunzehn Jahren, damals wirkten diese Szenen dokumentarisch, brutal und technisch innovativ. Die Kampfszenen hier wirken nur brutal. Trotzdem verfehlen sie ihre Wirkung nicht. Der Zuschauer erlebt den Horror und Wahnsinn des Krieges an vorderster Front. In diesem Gemetzel kann sich der Hauptdarsteller endlich beweisen. Er rettet 75 GIS das Leben. Das wirkt sehr heroisch, Mel Gibson stilisiert diese Rettungsszenen als eine Art göttliche Mission.
Am Ende des Films sieht man in Dokumentaraufnahmen den echten Desomd Doss. Er kriegt die höchste Auszeichnung vom Präsidenten der Vereinigten Staaten und er erzählt in kurzen Passagen, wie er immer wieder zu Gott gebetet hat ihm die Kraft zu geben seine verletzen Kameraden zu retten. Dann kommen die geretteten Kameraden zu Wort. Das ist natürlich hochemotional und sehr berührend.
Toni Erdmann von Maren Ade
Toni Erdmann feierte seine Premiere auf den Filmfestspielen in Cannes und entwickelte sich zum Lieblingsfilm vieler Kritiker. Bei der Preisverleihung ging der Film zwar leer aus, jedoch setzte Toni Erdmann nach dem Festival zu einem weltweiten Siegeszug an. Der Film lief auf unzähligen Festivals, gewann viele Preise, kam in die deutsche Kino und entwickelte sich hierzulande zu einem der erfolgreichsten Filme des Jahres 2016. Das ist ein Leistung, die man nicht hoch genug anrechnen kann. Aber es geht noch besser: Paramount Pictures haben die US Remake Rechte gekauft und der Film ist für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert. Ganz egal, ob der Film den Oscar gewinnt oder nicht. Der Film ist eine grandiose Erfolgsgeschichte.
Vor diesem Hintergrund lohnt sich eine genaue Betrachtung des Films.
Der Film erzählt in 2 Stunden und 43 Minuten eine Vater / Tochter Geschichte: Ein etwas verschrobener Vater (Peter Simonischek) besucht seine knalltharte und straighte Tochter (Sandra Hüller) in Rumänien, die dort als Unternehmensberaterin arbeitet, Arbeitsprozesse ´optimiert´ und Arbeiter entlässt.
Die Begegnung zwischen dem verschrobenen und zu Späßen und Streichen aufgelegten Vater und seiner Business-Tochter entwickelt sich absurd, komisch, lustig und skurril. Man schaut dem Treiben des Vaters mit Belustigung zu. Es entsteht eine latente Schadenfreude wenn der Vater seine Tochter in Verlegenheit bringt. Für beide Schauspieler ist es eine Paraderolle, die sie überzeugend spielen.
Nach einigen Szenen mit ähnlicher Intention, erwartet man eine Annäherung zwischen Vater und Tochter, man erwartet eine Reflexion ihrer Beziehung. Man möchte erfahren warum die Tochter mit so einem unkonventionellen und verschrobenen Vater zu einer knallharten, kalten und emotionslosen Geschäftsfrau geworden ist. Leider gibt der Film keine Antwort auf diese Fragen. Ganz im Gegenteil. Der Film verliert sich in vielen skurrilen Szenen, die immer mehr auf die Spitze getrieben werden. Das ist zwar amüsant und absurd, nimmt dem Film die Tiefe und emotionale Ebene, die er verdient hätte. Weder reflektiert die Tochter ihren Job, noch ihr bisheriges Leben. Es wäre interessant zu erfahren aus welcher Motivation jemand so einen Job macht. Es geht ihr nicht ums Geld, es geht ihr nicht um Macht und nicht um den perfekten Deal. Wir erfahren leider nicht, was die Frau antreibt. Und wir erfahren auch nicht wie sie ihr Privat und Liebesleben sieht. Das würde ihrem Charakter Tiefe und Emotionen geben. Wenn man darauf verzichtet, bleibt der Charakter blutleer und der Zuschauer wird einer emotionalen Bindung beraubt. Auch wenn die Filmemacherin genau das wollte, nämlich eine kalten und emotionslose Frau zu zeigen, baut sie damit keine Verbindung zum Zuschauer auf. Der Vater konfrontiert die Tochter nicht mit ihrem Leben, was schade ist. Ein einziges Mal wird das Thema Zufriedenheit angerissen, aber leider nicht weiter verfolgt. Der Film verliert sich in absurden Szenen, die irgendwann inflationär werden.
Am Ende der Geschichte findet auch keine richtige Annäherung zwischen Vater und Tochter statt. Die Tochter entwickelt sich als Charakter nicht weiter. Sie ändert ihr Leben nicht und sie bleibt auch bei ihrem Job. Der Vater hat zwar eine (emotionale) Reise gemacht, indem er die Tochter in Rumänien besucht hat, jedoch bleibt alles ohne Konsequenzen. Der Vater ist wieder in Deutschland und die Tochter geht zum Arbeiten nach Shanghai.
Einige Kritiker haben den Film als Kritik an der Globalisierung und die Hauptdarstellerin als eine tragische Figur gesehen. Beide Punkte konnte ich nicht nachvollziehen. Besonders der Punkt einer tragischen Heldin offenbart sich gar nicht. Die Figur hat weder eine Fallhöhe, noch bewirkt sie etwas heldenhaftes im Film.
Die tollen Schauspieler, vielen absurde und skurrile Szenen machen den Film zwar sehenswert, jedoch lässt er die Zuschauer mit einem faden Geschmack zurück.
Vor diesem Hintergrund lohnt sich eine genaue Betrachtung des Films.
Der Film erzählt in 2 Stunden und 43 Minuten eine Vater / Tochter Geschichte: Ein etwas verschrobener Vater (Peter Simonischek) besucht seine knalltharte und straighte Tochter (Sandra Hüller) in Rumänien, die dort als Unternehmensberaterin arbeitet, Arbeitsprozesse ´optimiert´ und Arbeiter entlässt.
Die Begegnung zwischen dem verschrobenen und zu Späßen und Streichen aufgelegten Vater und seiner Business-Tochter entwickelt sich absurd, komisch, lustig und skurril. Man schaut dem Treiben des Vaters mit Belustigung zu. Es entsteht eine latente Schadenfreude wenn der Vater seine Tochter in Verlegenheit bringt. Für beide Schauspieler ist es eine Paraderolle, die sie überzeugend spielen.
Nach einigen Szenen mit ähnlicher Intention, erwartet man eine Annäherung zwischen Vater und Tochter, man erwartet eine Reflexion ihrer Beziehung. Man möchte erfahren warum die Tochter mit so einem unkonventionellen und verschrobenen Vater zu einer knallharten, kalten und emotionslosen Geschäftsfrau geworden ist. Leider gibt der Film keine Antwort auf diese Fragen. Ganz im Gegenteil. Der Film verliert sich in vielen skurrilen Szenen, die immer mehr auf die Spitze getrieben werden. Das ist zwar amüsant und absurd, nimmt dem Film die Tiefe und emotionale Ebene, die er verdient hätte. Weder reflektiert die Tochter ihren Job, noch ihr bisheriges Leben. Es wäre interessant zu erfahren aus welcher Motivation jemand so einen Job macht. Es geht ihr nicht ums Geld, es geht ihr nicht um Macht und nicht um den perfekten Deal. Wir erfahren leider nicht, was die Frau antreibt. Und wir erfahren auch nicht wie sie ihr Privat und Liebesleben sieht. Das würde ihrem Charakter Tiefe und Emotionen geben. Wenn man darauf verzichtet, bleibt der Charakter blutleer und der Zuschauer wird einer emotionalen Bindung beraubt. Auch wenn die Filmemacherin genau das wollte, nämlich eine kalten und emotionslose Frau zu zeigen, baut sie damit keine Verbindung zum Zuschauer auf. Der Vater konfrontiert die Tochter nicht mit ihrem Leben, was schade ist. Ein einziges Mal wird das Thema Zufriedenheit angerissen, aber leider nicht weiter verfolgt. Der Film verliert sich in absurden Szenen, die irgendwann inflationär werden.
Am Ende der Geschichte findet auch keine richtige Annäherung zwischen Vater und Tochter statt. Die Tochter entwickelt sich als Charakter nicht weiter. Sie ändert ihr Leben nicht und sie bleibt auch bei ihrem Job. Der Vater hat zwar eine (emotionale) Reise gemacht, indem er die Tochter in Rumänien besucht hat, jedoch bleibt alles ohne Konsequenzen. Der Vater ist wieder in Deutschland und die Tochter geht zum Arbeiten nach Shanghai.
Einige Kritiker haben den Film als Kritik an der Globalisierung und die Hauptdarstellerin als eine tragische Figur gesehen. Beide Punkte konnte ich nicht nachvollziehen. Besonders der Punkt einer tragischen Heldin offenbart sich gar nicht. Die Figur hat weder eine Fallhöhe, noch bewirkt sie etwas heldenhaftes im Film.
Die tollen Schauspieler, vielen absurde und skurrile Szenen machen den Film zwar sehenswert, jedoch lässt er die Zuschauer mit einem faden Geschmack zurück.
Sonntag, 8. Januar 2017
La La Land
La La Land von Damien Chazelle.
Der
Film ist toll inszeniert, die Tanz und Gesangszenen sind super
choreografiert. Der Film verzaubert und appelliert daran zu träumen,
denn Träume können wahr werden.
Wenn
man den Film mit dem Herzen schaut, dann wird man verzaubert und man
tanzt und fliegt mit den Schauspielern in die Luft und genießt viele
magische Momente.Wenn man den Film mit dem Kopf schaut, betrachtet
man alles etwas differenzierter
Der
Film erzählt die Geschichte zweier erfolgloser Künstler. Mia (Emma
Stone), eine Schauspielerin, die bei jedem Casting scheitert und bei
Starbucks arbeitet. Und Sebastian (Ryan Gosling), ein Jazzmusiker,
der an den alten Jazz glaubt und davon träumt einen eigenen Club mit
echter/alter Jazzmusik aufzumachen.
Diese beiden Protagonisten sind sehr verschieden, abgesehen davon, dass beide einen Traum haben. Sie treffen sich und dann will uns der Film glauben lassen, dass sie sich verlieben. Leider mag Mia Jazzmusik nicht und Sebastian kann nichts damit anfangen, dass sie Schauspielerin ist. Die erste Begegnung auf einer Party, als Sebastian in der 80´er Jahre Band spielt ist zwar lustig, aber auch nicht viel mehr. Auch die zweite Partybegegnung ist nicht so interessant. Sie gehen dann zu ihren Autos und fangen an zu singen und zu tanzen. Das sieht alles super schön aus. Aber dramaturgisch passiert zwischen den beiden nichts. Sie reden über belangloses Zeug. Anstatt zu zeigen, dass sie eine tolle geistige Ebene gefunden haben oder den gleichen Humor teilen oder was auch immer. Der Zuschauer sollte sehen und fühlen: Wow, die beiden liegen geistig auf einer Wellenlänge. Dann würde die Tanz und Gesangnummer super funktionieren. Im Film haben sich die beiden nicht viel zu sagen, dann singen und tanzen sie und in der Gesangsnummer passiert das, was im Dialog nicht passiert. Magie, Anziehungskraft. Zuneigung.
Bei ihrem ersten Date gehe die beiden ins Kino und schauen sich einen James Dean Film an. Dem Regisseur geht es nicht um den Film, was schade ist. Denn im Film gibt ´s ja ein schönes Paar James Dean und Natalie Wood. Da hätte man eine Parallele zu unserem Paar machen können
Die Liebesgeschichte ist leider die große Schwäche des Films. Der Regisseur hat nicht gezeigt und nicht ausgearbeitet was die Liebesgeschichte ausmacht. Es ist nicht die geistige Ebene, es ist nicht der Humor, es ist nicht die Liebe zum Jazz, es ist nicht der Sex; davon sehen wir nichts. Mia inspiriert Sebastian nicht Musikstücke zu schreiben und er inspiriert sie nicht ein Theaterstück zu schreiben. Also wird die Liebesgeschichte nur behauptet. Der angebliche Funke springt nicht auf den Zuschauer über, weil es leider keinen Funken gibt.
Sebastian nimmt später einen Job in der Jazz-Band an. Im Dialog sagt er zu Mia: Dass wolltest du doch, dass ich einen festen Job habe. Aber das hat die Mia nie gesagt, sie hat ihrer Mutter am Telefon gesagt, dass er keinen festen Job hat, aber es wird schon irgendwie gehen. Und so wie Sebastian am Anfang drauf ist, gibt er doch nicht seinen großen Traum auf, um in einer mittelmäßigen Band zu spielen. Das wirkt sehr unglaubwürdig.
Es kommt dann zur Trennung, weil Sebastian mit der Jazz Band auf Tour geht und nicht für Mia da sein kann. Das wirkt auch sehr unglaubwürdig. Jedes verliebte Paar würde nach Wegen suchen sich trotz Tour zu sehen. Mia hat ja ein Soloprogramm, also kann sie Sebastian auf der Tour begleiten und überall proben
Dann kriegt Mia plötzlich ein Casting und eine Filmrolle, dafür soll sie für ein paar Monate nach Paris. Wenn die beiden sich lieben, so wie es der Film behauptet, dann wartet man ein paar Monate auf den Partner oder findet Wege sich zu sehen. Aber so wie es aussieht haben die beiden gar keine Lust an ihrer Lieben zu arbeiten und trennen sich lieber, um dann gleich zu sagen. Ich werde dich immer lieben. Das ist wieder nur eine Behauptung. Entweder ich liebe die Frau und warte auf sie oder ich fliege zu ihr nach Paris, so oft ich kann. Oder die Frau ist mir nicht so wichtig, also sage ich ihr: Lass uns getrennte Wege gehen, aber ich werde dich immer lieben.
Das Ende des Films zieht sich ab einem bestimmten Punkt wie Gummi. Wir sehen einen großen Zeitsprung von fünf Jahren. Dass Mia dann einen anderen Mann trifft und Sebastian seinen Club aufmacht ist ganz gut.. Um die Zuschauer nicht ganz zu enttäuschen, macht der Regisseur ein Happy End mit vielen schönen Tanz und Gesangszenen. Das sieht wieder ganz schön aus, aber wenn die emotionale Ebene der Liebesgeschichte nicht funktioniert, bleiben die Tanz und Gesangsszenen super schön aber emotionslos.
Ein Satz zu den Schauspielern: Die spielen ganz gut, aber beide sind nur mittelmäßige Sänger. Aber es ist natürlich klar, dass die Macher für einen 20 Millionen Dollar Film Stars brauchen.
Montag, 2. Januar 2017
Passangers
Passangers von Morten Tyldum:
Inhalt:
Ein Raumfahrzeug, das zu einem entfernten Planeten reist und Tausende von Menschen transportiert, hat eine Fehlfunktion in seinen Schlafkammern. Infolgedessen werden zwei Passagiere 90 Jahre zu früh geweckt. (Quelle: IMDB)
Passangers ist ein Weltraummärchen. Die Schauspieler Jennifer Lawrence und Chris Pratt spielen die beiden Hauptrollen.Der Film ist toll inszeniert, das Produktion-Design und die Kamera sind beeindruckend und die Spezialeffekte sind auf dem neuesten Stand der Technik.
Die ersten zwei Akte des Films sind gut geschrieben und die Charaktere werden toll eingeführt. Chris Pratt bestreitet die ersten 30 Minuten allein den Film und es wird nie langweilig. Das ist ein Verdienst des Drehbuchautors, des Regisseurs und natürlich des charismatischen Schauspielers. Der Film thematisiert einen spannenden Gewissenkonflikt,der an dieser Stelle nicht verraten werden sollte.
Die Chemie der beiden Hauptdarsteller Jennifer Lawrence und Chris Pratt ist super, es macht Spaß den beiden zuzuschauen.
Im dritten Akt des Films (die letzten 30/40 Minuten) haben sich die Macher für einen dramatischen, aber leider sehr kitschigen und weichgespülten Weg entschieden. Hier wirkt der Film weder glaubhaft, noch nachvollziehbar. Obwohl sich die Schauspieler bemühen, legt ihnen das Drehbuch ein Korsett an, aus dem sie nicht herauskommen. An Ende gibt es zwar ein Happy End, jedoch ist es nicht sehr befriedigend. Trotzdem ist der Film sehenswert und unterhaltsam.
Inhalt:
Ein Raumfahrzeug, das zu einem entfernten Planeten reist und Tausende von Menschen transportiert, hat eine Fehlfunktion in seinen Schlafkammern. Infolgedessen werden zwei Passagiere 90 Jahre zu früh geweckt. (Quelle: IMDB)
Passangers ist ein Weltraummärchen. Die Schauspieler Jennifer Lawrence und Chris Pratt spielen die beiden Hauptrollen.Der Film ist toll inszeniert, das Produktion-Design und die Kamera sind beeindruckend und die Spezialeffekte sind auf dem neuesten Stand der Technik.
Die ersten zwei Akte des Films sind gut geschrieben und die Charaktere werden toll eingeführt. Chris Pratt bestreitet die ersten 30 Minuten allein den Film und es wird nie langweilig. Das ist ein Verdienst des Drehbuchautors, des Regisseurs und natürlich des charismatischen Schauspielers. Der Film thematisiert einen spannenden Gewissenkonflikt,der an dieser Stelle nicht verraten werden sollte.
Die Chemie der beiden Hauptdarsteller Jennifer Lawrence und Chris Pratt ist super, es macht Spaß den beiden zuzuschauen.
Im dritten Akt des Films (die letzten 30/40 Minuten) haben sich die Macher für einen dramatischen, aber leider sehr kitschigen und weichgespülten Weg entschieden. Hier wirkt der Film weder glaubhaft, noch nachvollziehbar. Obwohl sich die Schauspieler bemühen, legt ihnen das Drehbuch ein Korsett an, aus dem sie nicht herauskommen. An Ende gibt es zwar ein Happy End, jedoch ist es nicht sehr befriedigend. Trotzdem ist der Film sehenswert und unterhaltsam.
Abonnieren
Kommentare (Atom)