Der Film
erzählt von der Evakuierung von 400.000 alliierten Soldaten aus Dünkirchen. Es
gibt drei Handlungsstränge: In der Luft, auf dem Land und auf dem Wasser. Am
Anfang sehen wir einen kleinen Soldatentrupp, sie geraten unter Feuer, ein
Soldat überlebt, dem folgen wir dann zum Strand, wo die anderen Ereignisse
passieren. Der Regisseur verzichtet ganz auf Charakterzeichnung, deshalb
bleiben fast alle Soldaten einem fremd und emotional indifferent.
Am Anfang entwickelt
der Film mit Hilfe einer guten Montage und guter Musik einen Sog und er zieht
den Zuschauer in die Evakuierung bzw. in die Ereignisse hinein. Aber nach ein
paar Minuten lässt die Sogwirkung nach. Denn der Film erzählt keine spannende
oder außergewöhnliche Geschichte.
Alles was der Regisseur zeigt und erzählt hat
man in anderen Filmen besser gesehen. Durch den Verzicht Charaktere zu bauen
entsteht keine emotionale Ebene zu den Soldaten. Die Luftschlacht ist zwar ganz
gut inszeniert, aber das hat Michael Bay in Pearl Harbour viel besser,
packender und spannender gezeigt. Und wenn schon zwei Nazi Flieger da am Strand
die Soldaten angreifen, dann würden sie doch der Zentrale sofort melden, dass
400.000 Soldaten am Strand sind und man eine Armada von Flugzeugen schicken
sollte.
Aber die Luftschlacht beschränkt sich auf 2 oder 3 deutsche und 3
englische Flugzeuge. Unglaubwürdig. Und schon gar nicht episch. Schießereien
und Bombenangriffe hat Spielberg in ´Der Soldat James Ryan´ besser und
schockierender gezeigt. Nolan verzichtet auf Bluteffekte. Ein Kriegsfilm ohne Blut und Wunden. Der Handlungsstrang auf dem kleinen Boot ist auch nicht so
spannend. Und dass dieser Cillian Murphy traumatisiert ist und dieser Junge da
umkommt ist hohl. Und auch nicht grade episch..... Dass dieser junge Soldat vom
Anfang des Films irgendwann mit diesem Trupp in diesem Boot sitzt auf auf sie
geschossen wird ist auch irgendwie hohl. Warum haben sie keine Wache oben
aufgestellt, dann gebe es keine Überraschungen. Dann wird ein Rotkreuz Schiff
von einem Torpedo getroffen. Aber da wir keine emotionale Bindung zu den
Soldaten haben, schaut man dem Treiben da einfach so zu. (Michael Bay hat auch
so einen Torpedoangriff besser gezeigt).
Die Kamera ist für mein Gefühl zu statisch. Man ist mittlerweile Handkamera gewöhnt. Hier ist alles old shool. Es gibt lange Kamerafahrten am Strand. Die Kamera ist immer fest montiert, wackelt nie, obwohl alles drum herum explodiert. Die haben ja ca. 60 oder 70 % auf dem IMAX Format mit den IMAX Kameras gedreht. Also in der heutigen Vorführung haben ich das nicht bemerkt, es sah wie normal 35 mm auf. Die Musik hat die ganze Zeit gespielt und irgendwann genervt.
Die Kamera ist für mein Gefühl zu statisch. Man ist mittlerweile Handkamera gewöhnt. Hier ist alles old shool. Es gibt lange Kamerafahrten am Strand. Die Kamera ist immer fest montiert, wackelt nie, obwohl alles drum herum explodiert. Die haben ja ca. 60 oder 70 % auf dem IMAX Format mit den IMAX Kameras gedreht. Also in der heutigen Vorführung haben ich das nicht bemerkt, es sah wie normal 35 mm auf. Die Musik hat die ganze Zeit gespielt und irgendwann genervt.
Auch die paar Schauspieler die ihren Text
aufsagen wie Kenneth Branagh bleiben ziemlich blass. Ich frage mich warum der
Regisseur diesen Film gemacht hat bzw. warum ihm keine kreativen, originellen
Sachen/Geschichten eingefallen sind. Die Stärke von Nolan ist ja interessante,
außergewöhnliche Welten zu bauen. So wie in Inception und auch in Batman. Aber
hier gibt keine eigene Welt, keine interessanten Charaktere, keine interessante
oder spannende Geschichte. Ich finde auch nichts episches an dem Film. Also
bitte...ein Strand, ein kleines Boot und drei, vier kleine Kampfflugzeuge
machen noch keinen epischen Film. Es fehlen Gefühle, große, starke Charaktere,
große Schlachten.